Warum das Ganze?
Natürlich weil ich gerne Filme schaue und Musik höre.
Das geht natürlich auch über ein Flat-TV und einen Walkman/Ipod.
Jedoch ist das Elebnis einen Film auf einer 3 Meter breiten Bildwand zu genießen deutlch größer.
Denn Bildfläche ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch noch mehr Bildfläche.
Das Gleiche gilt auch für den Sound.
Membranfläche lässt sich auch hier nur durch noch mehr Membranfläche ersetzen.
Da kommt der Kopfhörer eines Ipods nicht mit.
Da zur Liebe auch Leid gehört, ist der Umbau in Eigenregie die logische Schlussfolgerung.
Ziel ist also
Ein echtes Kino in privater Umgebung
Anforderungen an das Bild:
Wie eingangs erwähnt ist eine Bildbreite von 3 Meter und mehr geplant.
Als Auflösung muß erst Mal Full-HD reichen, da bis heute weder UHD-Material noch ein Player auf dem Markt ist.
3D ist mittlerweile Standart. Es gibt aber kaum noch Beamer und BD-Player ohne 3D Unterstützung.
Somit ist 3D schon im Paket enthalten.
Der 3D-Effekt kommt erst so richtig bei Bildgrößen jenseits der 3 Meter zur Geltung,
aber dass sollte hier kein Problem sein.
Für eine gute Bildqualität, insbesondere bei projizierten Bildern, gibt es hohe Anforderungen an den Raum.
Fremdlicht ist Gift für ein gutes Bild. Egal ob es durch eine Lampe oder ein offenes Fenster kommt.
Aber auch das Licht des projizierten Bildes selbst, reflektiert durch eine helle Decke oder weiße Wände,
läßt den Kontrast in den Keller rauschen. Schlußfolgerung ist eine möglischst dunkle Umgebung.
Im "echten" Kino gibt es darum auch keine Fenster
und in der Einrichtung ist meist viel Schwarz zu finden.
Zu viel weiß im Raum:
Jedes Licht wir von den Wänden reflektiert und hellt das Bild auf.
Schwarz ist schön.
Nur da wo Licht hin soll ist auch Licht. Das Bild hat deutlich mehr Kontrast.
Anforderungen an den Ton:
Der Ton macht die Musik.
Da sich Musik vom Filmton schon in der Enstehung der Aufnahme grundlegen unterscheidet,
ist der Spagat, wenn man beides adäquat genießen möchte, nicht ganz so einfach umzusetzen.
Denn Musik entsteht in der Regel "natürlich", wenn z.B. die Saiten des Klavieres angeschlagen werden
und die Klangeigenschaften des Konzertraumes mit auf der Aufnahme landen.
Der Filmton hingegen wird "künstlich" aus vielen hundert Tonfragmenten zusammengestellt und im Computer verfremdet.
Etwaige Klangeigenschaften des Aufnahmeraumes sind gänzlich unerwünscht.
Das Portfolio an Tonsystemen ist daher schon undurchsichtiger.
Dolby ProLogic, Dolby Digital, Dolby True HD, Dolby Digital Plus, DTS Neo,
DTS HD, Auro 3D, DSD um nur einige zu nennen.
Einhergehen leider auch zum Teil unterschiedliche Lautsprecherkonfigurationen.
Eine klassische 5.1 Konfiguration haben aber alle als Basis gemein.
5.1 bedeutet in diesem Fall:
5 Vollbereichskanäle (Vorne Links, Vorne Mitte, Vorne Rechts, Hinten Links, Hinten Rechts)
Plus 1 Subwooferkanal der nur für die Tieffrequenten Töne zuständig ist.
Die Erweiterung des Raumes nach hinten (Surround Back)
wird mit den 7.1 Systemen von Dolby und DTS ebenfals abgedeckt.
Wie beim Bild, hat auch beim Ton, der Raum selbst einen maßgeblichen Einfluß auf die Qualität der Wiedergabe.
Die beste und teuerste Anlage, hört sich in einem optimalen Raum super an.
In einem Hallenbad aufgestellt, bleibt von der hervorragenden Klangqualität nicht viel übrig.
Ein zugegeben extremes Beispiel. Es soll jedoch zeigen, daß der Klang des Raumes einen Augenmerk wert sein sollte.
Sich aufschaukelne Frequenzen (stehende Wellen) gilt es zu bekämpfen.
Frequenzen die sich auslöschen (gegenphasige Wellen) gilt es zu verhindern.
Update 15.08.2014
Nun im August 2014 hat Dolby ihr neues Tonsystem ATMOS für das Heimkino angekündigt.
Hier kommen bis zu 4 weitere Kanäle an der Decke zu Einsatz.
Somit erweitert sich die Konfigurationsangabe um eine Stelle.
Aus 5.1 wird so z.B 5.1.2 für eine Erweiterung um 2 Deckenkänäle.
Aber die signifikanteste Neuerung ist
der Abschied der klassischen Kanalaufteilung bei der Abmischung und der Wiedergabe.
Denn der Ton wird beim Abmischen im Tonstudio nicht mehr auf die einzelnen Kanäle gelegt.
Bei Dolby Atmos werden die Töne über X-Y-Z-Koordinaten im Raum positioniert
und es obligt nun der Anlage (Dekoder/Receiver) welche Lautsprecher wie angesteuert werden müssen.
Nach der Einmessung der Anlage kann der Ton an genau dieser Position wiedergegeben.
Unterschiedliche Anlagenkonfigurationen und Klangeigenschaften des Raumes können so kompensiert werden.
Update 15.10.2014
Bei diversen Receiver-Neuheiten ist die Upgradefähigkeit des Tonsystems Auro 3D
angekündigt worden. Um das eigene Kino zukunftfähig zu halten, habe ich mich gleich dazu entschlossen,
alle nötigen Kabel zu verlegen. Einer 11.1 Aufrüstung steht somit nicht im Wege.
Update 01.02.2015
DTS will im März seinen neuen Mehrkanal-Audio-Codec DTS:X auf den Markt bringen.
DTS:X soll die Nachfolge von DTS HD Master Audio antreten
und ebenso wie Dolby Atmos objektbasierten Mehrkanalsound ermöglichen.
Statt einer festen Anzahl von Kanälen gibt es also stattdessen Soundobjekte,
die über den Prozessor in einem AV-Receiver den jeweils angeschlossenen Lautsprechern zugeordnet werden.
Bereits jetzt sollen die wichtigsten Hersteller von AV-Receivern und Soundprozessoren ihre Unterstützung für DTS:X ihre Unterstützung bekundet haben und planen, in diesem Jahr Geräte mit DTS:X-Decodierung auf den Markt zu bringen.
Ob es ein Software-Update für meinen angepeilten Marantz SR7009 geben wird bleibt abzuwarten.
So lange werde ich mit einen neuen Receiver warten müssen.
Auch ist die verwendetete Lautsprecherkonfiguration noch nicht bekannt.
Nun ist eine weitere Änderung der Verkabelung leider nicht mehr möglich.
Großartige Abweichungen zu den bereits vorhandenen sind jedoch nicht zu erwarten.
Aufgrund der Abwärtskompatibilität wird DTS:X einfach auf Blu-ray Discs einsetzbar sein.
AV-Receiver ohne DTS:X geben dann einfach den DTS HD MA-Ton wieder.
Aufgrund der großen Verbreitung von DTS HD Master Audio bei vielen Blu-ray Disc-Anbietern
sollte von der technischen Seite eine Einführung von DTS:X theoretisch recht schnell möglich sein.
Bislang gibt es aber noch keine Ankündigungen von Blu-ray Discs mit DTS:X-Mehrkanalton.