Heimkino


Direkt zum Seiteninhalt

Akustik


Jeder Raum ist maßgeblich am Klang der Anlage beteiligt.

Einfaches Beispiel:
Die beste Anlage der Welt würde in einem nackten Schwimmbad katastrophal klingen.
Ein klares Klangbild währe durch den immensen Hall unmöglich.
Es fehlt an Dämpfung.

Das andere Extrem währe ein total bedämpfter Raum ohne jegliche Reflektionen.
Mal abgesehen davon, daß sich hier die meisten Menschen unwohl fühlen würden,
klingt so ein Raum "tot" (schalltot halt).
Ein gewisses Maß an Reflektionen ist unabdingbar.
Zu vermeiden sind starke Frührreflektionen die das Klangbild verwaschen.
Dämpfende Teppiche sollten also nahe den Frontlautsprechern liegen.
Mitschwingende Holzverkleidungen und Möbel erzeugen gerne störende Resonanzen.
Solchen Störenfrieden ist mit Testtönen schnell auf die Schliche gekommen.

Abmaße und Formgebung des Raumes verstärken bestimmte Frequenzen
und schwächen andere dafür ab.
So gibt es Räume die wegen ungünstiger Abmaße nie gut klingen können.
Ein Zimmer mit den Abmaßen von L:7,5m B:5m und H:2,5m würde die Frequenz mit
den Wellenlängen von 2,5m (ca. 68 Hz) immens verstärken
und ein unerträgliches Dröhnen verursachen.
Solch störende Frequenzen bestimmt man schnell mit Testsignalen und Lautstärke-Meßgerät.



Ein einfaches Experiment zur Veranschaulichung:
Eine Badewanne mit Wasser gefüllt.
Man steckt die Hand ins Wasser und bewegt sie gleichmäßig vor und zurück.
Bei einer bestimmten Geschwindigkeit (Frequenz) kommt es vor,
dass man einer vorbeilaufenden Welle einen weiteren Schubs gibt
und sie somit verstärkt. Sie trifft auf den Wannenrand kommt zurück und wird
durch die Rückwärtsbewegung der Hand wieder verstärkt.
Das geht soweit bis die Welle zum Tsunami wird und über den Rand schwappt.
Dies währe dann die Resonanzfrequenz der Badewanne.

Störender Hall und Resonanzen lassen sich auch durch Möbel verringern.
Es gibt auch spezielle Akustikmöbel, Resonatoren und Absorber um dem
Raum einen vernünftigen Klang zu bescheren.

Diverse Firmen haben sich auf diesem Gebiet spezialisiert und tunen so
Studios, Kinos, Hörsäle und Wohnzimmer mit akustischen Maßnahmen.
Übrigens werden alle THX-Kinos von solchen Technikern eingerichtet
und von den THX-Auditoren abgenommen.


Dröhnfrequenzen eleminieren

Mein Wohnzimmer hatte eine problematische Dröhnfrequenz von ca.43Hz.
Diese konnte ich mittels eines eigens gebauten Helmholzresonators eliminieren.
Der Helmholzresonator ist im Grunde genommen nichts weiter als ein Bassreflexgehäuse
deren Volumen und Reflexrohr auf eine bestimmte Frequenz abgestimmt wird.
Besagte Frequenz wird dann im Gehäuse bedämpft.
Man spricht auch gerne von einer Bassfalle.
Ich war erstaunt wie gut diese einfache Konstruktion funktioniert.
Noch effektiver kann natürlich ein aktiver Subwoofer für diese Aufgabe herangezogen werden.


Einen einfachen Rechenservice für den Bau eines eigenen Helmholzresonators
finden Sie hier.


Die Akustik meines Heimkinos habe ich bei trikustik berechnen lassen.
Natürlich gibt es Verbesserungsvorschläge, jedoch sind die Normen nach DIN 18041 erfüllt.

Startseite | Rundgang | Akustik | Lautsprecher | Receiver | DVD/SACD | BluRay | Dreambox | TV-Monitor | Projektor | Leinwand | Fernbedienung | HTPC | Netzwerk | Kabel | Medien | 3D | Dekoration | Justage | Historie | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü